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DANINI bannte das Publikum mit seinen Zaubereien: Die Phänomene jagten einander und waren stets schneller als Logik sich hätte eine Lösung zimmern können. Das beeindruckte und verursachte immer wieder neuen Applaus.

Hokuspokus

Stellen Sie sich einen mittelalterlichen Schausteller vor. Er steht hinter einem Tisch, auf dem die Zauberrequisiten bereit stehen, in gestreiften Hosen und mit einem langen Mantel bekleidet, die linke Hand in einer grossen Umhängetasche versenkt. Dieser Tasche verdanken die mittelalterlichen Zauberkünstler – die Gaukler – die Bezeichnung Taschenspieler. Was hat das alles mit Hokuspokus zu tun? Versuchen wir weitere Reime auf „Hokus“ zu finden, so stösst man auf Jokus, ein lateinisches Wort für Spass und Spiel. Dasselbe Wort kennen wir heute noch z. B. als Joker im Kartenspiel! Und hinter „-pokus“ vermuten wir denselben Stamm, den das englische Wort pocket (=Tasche) besitzt. Hokuspokus ist also nichts anderes als Taschenspielerei oder das Wort für den Taschenspieler selber. Der Dank für die Erklärung gilt Anton Quint.

Simsalabim

Die Entstehung von „Simsalabim“ ist für den Anekdotensammler ein dankbares Objekt. Es war der Stuttgarter Zauberkünstler und Illusionist Helmut Schreiber –weltberühmt unter dem Künstlername KALANAG -, der diese Formel erfunden hat. Er hatte, an einer Strassenbahn mit Koffern und Zauberutensilien wartend, von Kindern ein Kinderliedchen gehört: Simsalbim, Bambasaladu, Saladim, auf einem Baum ein Kuckuck sass ... Und er brachte es auf die Bretter, die für ihn die Welt bedeuteten. So entstand es, das „Simsalabim“, und so wurde es berühmt.